© 1985 - 2010 MFI Aflenz-Land
Geschichtliche Entwicklung der MFI AFLENZ-LAND
Als Geburtsstunde der MFI AFLENZ-LAND kann der 6.Februar 1985 bezeichnet werden, obwohl schon viele Jahre davor
Modellfliegerische Aktivitäten von ein paar Enthusiasten aus dem Raum Aflenz zu registrieren waren.
An diesem Tag trafen sich Franz Krenn, Josef Kammerhofer, Manfred Kammerhofer, Rudi Fürstner, Helmut
Winterheller, Werner Purgaj und Wolfgang Leitner in einem Gasthaus in Jauring, wo die Anpachtung eines Grundstückes
in Dörflach von Dr. Zöchling beschlossen wurde. Ich, Wolfgang Leitner, wurde damals zum Sprecher ernannt und in dieser
Funktion bin ich bis heute tätig. Dieser Gruppe gehörten auch noch an, obwohl bei der Gründung abwesend, Hans Huber
und Manfred Weizer.
Die damals 10 x 60 Meter Start- und Landepiste musste auch mit einer ebenfalls kleinen Zahl von Drachenfliegern geteilt
werden. Bei den damals eingesetzten Modellflugzeugen, deckten diese 600 m² vollkommen unsere Bedürfnisse. Man war
froh, einen Platz zu haben, wo man sich am Wochenende für ein paar Stunden einfand und mit kleinen Motormodellen
herumzukurven. Die Segelflugmodelle, die durchschnittliche Spannweite betrug max. 2 Meter, wurden Anfangs vorwiegend
mittels Hochstart oder Verbrennerhilfsmotor in die Luft befördert. Erst ein paar Jahre später, wurden die Segler mittels
Huckepack auf einem schon etwas kräftigeren Motormodell (15 – 20 cm³) auf Höhe gebracht. Diese Art des Aufstiegs war
wohl für die Segler relativ stressfrei, stellte jedoch an den Huckepackpiloten hohe fliegerische Anforderungen. Schon wenig
Wind machte des Gespann sowohl beim Start und Flug unstabil. Der F-Schlepp fand erst viel später bei uns seine Premiere.
Elektroflug, obwohl schon im Fachhandel erhältlich, wurde bei uns zum damaligen Zeitpunkt noch nicht praktiziert. In den
Sommermonaten verbrachten die Segelflieger der MFI Aflenz-Land viele Stunden auf den Bergen, vorwiegend der Aflenzer
Bürgeralm, um dort dem Hangflug zu fröhnen. Die Mitgliederzahl wuchs kontinuierlich und lag im Jahr 1993 bei beachtlichen
30 Personen. Im Jahr 1994 fand dann die erste Übersiedlung statt. Da es immer öfters zu Unstimmigkeiten wegen der
Platzbenützung mit den Drachenfliegern kam, wurde im Einvernehmen mit den Grundbesitzern Krenn und Luckinger, unser
Fluggelände etwas weiter südlich verlegt. Hier standen uns dann bereits 20 x 100 Meter Flugpiste zur Verfügung und mussten
nicht mit den Drachenfliegern geteilt werden. Hier durften wir für weitere sechs Jahre verweilen. Die zunehmende
Platz-Frequenz (auch an Wochentagen) und die steigende Zahl an Motormodellen, welche auch immer größer und stärker
wurden, veranlassten einige Anrainer aus Dörflach und Jauring gegen uns aufzutreten. Schließlich mussten wir dann auf
Wunsch des Bürgermeisters abermals übersiedeln. Nun sind wir südlich der Ortschaft Draiach auf einem weitläufigen,
beinahe hindernisfreien, jedoch windanfälligen Gelände beheimatet. Die Familien Lenger und Pichler aus Draiach haben mit
ihrer Bereitschaft zur Grundverpachtung unseren Fortbestand ermöglicht. Die Größe der Flugpiste liegt derzeit bei 15 x 120
Meter. Für Park- und Aufenthaltsraum stehen uns rund 8 x 60 Meter zur Verfügung.
Aktuell stehen wir derzeit bei 59 Mitgliedern. Der Entwicklungsfortschritt im Modellflug in diesen mehr als 20 Jahren hat
natürlich auch innerhalb unserer Gruppe nicht halt gemacht. Derzeit prägen unzählige Elektroflugmodelle in den
verschiedensten Varianten das Bild auf unserem Flugplatz. Großsegler bis 7 Meter Spannweite, Hubschrauber, Motormodelle
(Ein- und Zweimotorig) vom Oldtimer bis hin zum Kriegsflugzeug, aber auch turbinenbetriebene Flugmodelle (Jet’s) mischen
sich mitunter ins Geschehen.
Wolfgang Leitner